Noch knapp eine Woche bis zum Monsanto Tribunal!

In wenigen Tagen werden 30 Zeugen und Experten aus allen Kontinenten der Erde ihre Aussagen vor fünf internationalen Juristen in Den Haag machen. Diese Zeugen werden den “Richtern” berichten wie Monsanto ihre Gesundheit, ihre Gemeinschaften und ihre Lebensräume ruiniert hat. Wir thematisieren die Zerstörung der Natur und menschlicher Gesundheit durch die auf Chemieeinsatz basierende Agrarindustrie am diesjährigen Welternährungstag (16. Oktober). Zivilgesellschaftliche Tribunale haben eine besondere Tradition darin, auf ausufernde Verbrechen mit einer breiten, erstarkenden Öffentlichkeit zu reagieren, die dann letztendlich auch vor die staatlichen Gerichte führen wird. Wir alle wollen, dass die staatlichen Gerichte der Welt durch das Tribunal motiviert werden, Monsanto für seine Untaten endlich anzuklagen.


 
   
Wir danken Euch!

Dieses besondere Ereignis kann nur aufgrund Eurer Hilfe stattfinden. Herzlichen Dank dafür! Bitte bleibt weiterhin aktiv! Helft uns die Nachrichten und Botschaften in der Zeit vor, während und auch im Nachgang des Tribunals zu verbreiten. Leitet diesen Newsletter an Freunde weiter. Fragt Eure Bekannten, ob sie nicht auch die Anliegen des Tribunals auf der Webseite unterschreiben wollen. Macht Euch bekannte Journalisten auf das Tribunal aufmerksam. Verbreitet unsere Infos auf Facebook und Twitter in den sozialen Medien. Ihr könnt die Verhandlungen des Tribunals in einem Livestream verfolgen. Ihr werdet die entsprechenden Links einige Tage vor Beginn des Tribunals auf unserer Webseite finden. Ebenso werden wir während des Events Videos auf unserer Webseite und dem Facebook-Account platzieren. Bitte bringt diese Clips unter die Leute!


 
   
Die BAYER-Monsanto-Fusion

Viele von Euch haben uns nach der angestrebten Fusion von BAYER & Monsanto und den Auswirkungen auf das “Monsanto Tribunal” gefragt. Die gute Nachricht: Der angestrebte Aufkauf von Monsanto durch BAYER wird keinen negative Einfluss auf das “Monsanto Tribunal” haben. Warum? Die Fusion muss noch rechtlich geprüft werden. Selbst im Falle der Zustimmung der Behörden wird es nicht vor 2017 vollzogen werden können. Wichtiger jedoch: Die juristische Expertise der „Richter“ des Tribunals, die voraussichtlich am 10. Dezember 2016 veröffentlicht wird, bezieht sich nicht ausschließlich auf Monsanto. Die agrarindustrielle Produktionsweise der Konzerne an sich steht auf dem Prüfstand internationalen Rechts durch die renommierten Juristen des Tribunals. Es betrifft also auch den BAYER-Konzern und alle anderen Agrarindustriekonzerne. Übrigens, Experten uns Analysten werten das Fusionieren der Giganten nicht als Stärke, sondern vielmehr als Indizien für eine Industrie in der Krise. Dennoch: Die drohenden Konsequenzen dieser Fusion auf Mensch und Umwelt verleihen dem „Monsanto Tribunal“ eine noch größere Bedeutung. Lasst uns an die Welt ein deutliches Zeichen einer erstarkenden Gegenbewegung senden!


 
   
Der Internationale Strafgerichtshof erweitert seinen Zuständigkeitsbereich – Erste Schritte in Richtung einer rechtlichen Strafverfolgung von „Ökozid“

In naher Zukunft können Regierungen und Einzelpersonen für schwere Umweltdelikte vom Internationalen Strafgerichtshof mit einer Anklage des „Verbrechens gegen die Menschlichkeit“ strafrechtlich verfolgt werden. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat das mit den Vereinten Nationen (UN) kooperierende Gericht vorwiegend Fälle des Genozids und Kriegsverbrechens behandelt. Größere Verbrechen gegen die Umwelt wurde bisher nicht untersucht. Nun hat der Internationale Strafgerichtshof eine Ausweitung seines Fokus auf Fälle von „Umweltzerstörungen“, „Ausbeutung von natürlichen Ressourcen“ und „illegale Landenteignungen“ angekündigt. Das ist eine wirklich interessante, begrüßenswerte Entwicklung. Das Monsanto Tribunal kann in diesem Sinne eine sehr gute Vorbereitung für einen großen Fall am Internationalen Strafgerichtshof werden.


 
   
Die Zahl der Unterstützungen wächst

In den letzten Wochen haben wir einen spektakulären Anstieg an Unterstützungen erfahren. An die 70.000 Menschen und fast 1000 Organisationen haben ihren Support für die Anliegen des Tribunals gezeichnet. Von lokalen Food-Initiativen, betroffenen Gemeinschaften bis zu großen Netzwerken wie La Via Campensina, die Millionen von Kleinbauern , Farmern, Migranten, Landlosen und indigenen Menschen vertritt. Das Monsanto Tribunal wird von großen Organisationen wie beispielsweise Slow Food International, Friends of the Earth, Greenpeace, Organic Consumers, Navdanya und einer breiten Ansammlung von spezifischen Kampagnengruppen, und NGOs unterstützt. Schaut Euch die neuen Videos der Unterstützer an Facebook (Die Videos sind auch ohne eigenen FB-Account zugänglich).


 
   
Trefft die Zeugen und Experten

Über das Programm könnt Ihr die Namen der 30 Zeugen des Tribunals erfahren. Einige werden Euch vielleicht schon bekannt sein: Beispielsweise der französische Farmer Paul François. Er ist die einzige Person, die nach einer Vergiftung durch Lasso diese nachweisen und so einen Fall vor Gericht gegen Monsanto gewinnen konnte. Oder der Wissenschaftler Gilles-Eric Séralini, der auf das krebserregende Potential von Gen-Mais und Herbiziden öffentlich hingewiesen hat und dann schwer von „Monsanto-Trollen“ angegriffen wurde. Oder kanadische Farmer Percy Schmeisser, der von Monsanto wegen „Patentverletzungen“ verklagt wurde. Damian Verzeñassi and Marcelo Firpo, die Experten für Gesundheitsforschung aus Argentinien und Brasilien. Farida Ahkter aus Bangladesh (Sihe Foto) berichtet über die Gefahren genveränderter Auberginen und auch die mexikanische Bienenzüchterin Angelica El Canche wird kommen.

Zu den Zeugen und Experten gehören:

- Gesundheitsexperten, geschädigte Personen, Repräsentanten von Herbizd-Sprüheinsätzen betroffenen Gemeinschaften aus Argentinien, Brasilien, - Kolumbien, Frankreich, Indien, Sri Lanka und Paraquay;
- Farmer und Samenzüchter aus Australien, Bangladesch, Burkina Faso, Kanada und Frankreich;
- Bienzüchter aus Yucatan, Mexiko;
- Wissenschaftler aus Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und USA.

Lest das Programm der Verhandlungen des Tribunals hier.


 
   
Das „Peoples Assembly“, die Sprecher und Workshops

In räumlicher Nähe in und zeitlich parallel zu den Anhörungen des Monsanto Tribunals findet in das People´s Assembly statt. Auch das Assembly wird eine beachtliche Veranstaltung werden. Hier werden Befürworter der Ernährungssouveränität aus allen Teilen der Welt Strategien gegen die schädlichen Auswüchse der industriellen Landwirtschaft besprechen während dessen prominente Sprecher wie Vandana Shiva, Ronnie Cummins, André Leu, Hans Herren, Corinne Lepage, François Veillerette auftreten werden. Es sind zudem drei Workshop-Runden zu den Themen Samen, Pestizide, Genpatente, Strafverfolgung von Unternehmen und Agrarökologie angesetzt. Zwischendurch bleibt Euch aber immer wieder Zeit und Raum für kurze Dokumentationen, den Live-Webstream von den Anhörungen des Tribunals, für Infostände, persönlichen Austausch und Theater.

Charito Medina (MASIPAG, Philippinen) und Nivia Silva (MST, Brasil).

Lest die Details des Programms hier.


 
   
Verfolgt das Tribunal von zu Hause oder auf einem lokalen Event

Wer nicht nach Den Haag kommen kann, hat die Möglichkeit das Monsanto Tribunal via ein Livestreaming auf einer von vielen Veranstaltungen um den Welternährungstag oder von zu Hause aus zu verfolgen. Wir werden auch Videoclips über das People´s Assembly auf unsere Webseite und auf Facebook hochladen.

Wir sind auf diesen historischen Moment sehr gespannt. Nach wie vor benötigen wir Eure Hilfe für den Erfolg. Verbreitet unsere Nachrichten und falls Ihr es noch nicht getan haben solltet, gebt uns bitte eine finanzielle Unterstützung. Herzlichen Dank!


 
   
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